Wem gehört die Straße?

Berlins Streit um die Verkehrswende

Genre: Doku
Produktionsjahr: 2020
Studio, Verleih, Vertrieb: rbb media GmbH
Artikelnr.: ZRU037


Laufzeit: 45 Minuten
Altersfreigabe: Infoprogramm gemäß § 14 JuSchG
Sprachen: Deutsch

Lieferzeit (DVD): 1-3 Werktage

Informations-Programm

Filmbeschreibung

Der Film begleitet Berliner Fahrradaktivisten, überzeugte Fußgänger und Autoliebhaber auf den Straßen der Hauptstadt. Und fragt, wie die Verkehrswende Berlin verändern wird.

Rund 1,22 Millionen PKW sind in der Hauptstadt angemeldet. Mehr als je zuvor. Corona und die Angst vor Ansteckung haben dafür gesorgt, dass die Menschen weniger öffentliche Verkehrsmittel nutzen. Die Zahl der Fahrräder ist zwar auch gestiegen, doch immer noch ist das Auto Hauptverkehrsmittel der Berliner. Das könnte sich ändern. Denn wenn es nach Klimaaktivisten und Umweltpolitikern geht, hagelt es bald teure Parktickets, werden Straßen dauerhaft für Autos gesperrt, Parkplätze abgebaut und ein flächendeckendes Tempo 30 eingeführt. Manch einer träumt bereits von einer autofreien Innenstadt.

Droht nun der Kampf von Fahrradfahrern und Fußgängern gegen Autofahrer und umgekehrt? Wie positioniert sich die Politik? Setzt sie auf Verbote oder auf Überzeugungsarbeit und Einsicht? Manche Stadtbezirke preschen bereits vor, errichten Pop-Up-Radwege, verbannen Autos. Nicht jeder findet das gut, Händler klagen über Umsatzeinbußen, Lieferanten über neue Staus und tägliche Behinderungen. Und mancher will einfach nicht auf sein geliebtes Auto verzichten, weil es für ihn zur persönlichen Freiheit dazugehört. Seit 2018 gilt in Berlin ein sogenanntes Mobilitätsgesetz. Es schreibt vor, dass Fahrräder und öffentliche Verkehrsmittel vorrangig vor dem Autoverkehr behandelt werden müssen. Aber wurde das bisher auch umgesetzt?

Die Autoren Katja und Clemens Riha sind unterwegs auf Fahrraddemos und Straßenblockaden, sie treffen aber auch jene Menschen, die ihr Auto lieben und auch künftig nicht darauf verzichten wollen. Sie fragen, welche Chancen alternative Verkehrsmittel haben, begleiten Handwerker, die ihren Lieferwagen gegen ein Lastenrad tauschen, und sind mit dabei, wenn Anwohner ihre Straße für den Verkehr sperren und Parkplätze in "Begegnungszonen" umfunktionieren. Mit ihrer Kamera begleiten sie Politiker und Aktivisten im Ringen um eine andere Stadt und Behördenmitarbeiter, die die Verkehrswende nun ganz praktisch umsetzen sollen. Wie kann zukunftsfähige Mobilität für alle in der Hauptstadt gelingen?

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