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Filme auf DVD für Unterricht und Schule

Herzlich Willkommen bei FILMSORTIMENT.de! Wir bieten Unterrichtsfilme auf DVD für alle Fächer und Altersklassen. Setzen Sie unsere Lehrfilme, Dokus und Spielfilme legal in Ihrer Bildungs- und Kulturarbeit ein. Wir haben für Schulen, Medienzentren, Bibliotheken und Verbände über 5.300 DVDs mit Verleih- und Vorführrechten im Programm.

Urheberrecht


Filmvorführungen im Unterricht: eine urheberrechtliche Betrachtung


Im Schulunterricht werden immer wieder Filme gezeigt. Neben Filmen, die über Bildstellen und Medienzentren bezogen werden, werden auch Filme gezeigt, die von Lehrern oder Schülern selbst aufgenommen oder gekauft werden. Dies kann urheberrechtlich problematisch sein. Bei Verstößen gegen das Urheberrecht drohen empfindliche Schadenersatzforderungen der Rechteinhaber sowie hohe Kosten der Rechtsverfolgung.


Spezielle Lizenz erforderlich

Die öffentliche Wiedergabe eines Werkes ist in § 52 UrhG geregelt. Abs. 3 stellt dabei klar, dass die „öffentliche Zugänglichmachung [...] eines Werkes sowie öffentliche Vorführungen eines Filmwerks [...] stets nur mit Einwilligung des Berechtigten zulässig" sind. Nachdem man generell davon ausgehen sollte, dass der Schulunterricht öffentlich im Sinne des UrhG ist (vgl. "Der Begriff der Öffentlichkeit im Urheberrechtsgesetz") wird deutlich, dass eine Filmvorführung im Unterricht nur mit Zustimmung der Rechteinhaber zulässig ist.[1]

Bei der Zustimmung zur Filmvorführung im Unterricht handelt es sich um eine spezielle Lizenz (vgl. "Der Lizenzvertrag"). Es existieren mehrere Möglichkeiten, wie eine solche Lizenz eingeräumt werden kann. Theoretisch möglich, jedoch praktisch nicht durchführbar ist die direkte Lizenzvereinbarung mit dem Rechteinhaber. Bei einem Filmwerk sind üblicherweise eine Vielzahl von Rechtinhabern vorhanden (z.B. Filmproduzent, Drehbuchautor, Kameramann, Schauspieler, etc.). Es liegt auf der Hand, dass der Lehrer schwerlich mit all diesen Beteiligten einen individuellen Lizenzvertrag abschließen kann oder will.


Ablauf des Lizenzerwerbs

Um die Lizenzerlangung praktisch handhabbar zu machen, gibt es spezielle Anbieter, die einen Film im Wege des Verleihs oder des Verkaufs des jeweiligen Datenträgers einschließlich der erforderlichen Rechte einräumen. Hier zu nennen sind zunächst die bereits erwähnten Bildstellen oder Medienzentren. Bestellt ein Lehrer hier einen Film, erwirbt er automatisch die entsprechende Lizenz zur Vorführung im Unterricht.

Es existieren auch spezielle Anbieter (z.B. www.filmsortiment.de) mit einem auf Schulen zugeschnittenen Angebot.  Mit dem "Kauf" eines Films, z.B. auf DVD, erwirbt der Käufer zugleich eine spezielle, näher betsimmte Lizenz. Im Umfang der Lizenz darf er dann den Film, z.B. im Geschichtsunterricht in voller Länge vorführen.


Keine Ausnahmen

Abschließend soll darauf hingewiesen werden, dass die im Zusammenhang mit der Filmvorführung im Unterricht oftmals genannten Ausnahmeregelungen in den meisten Fällen nicht greifen.

§ 47 UrhG regelt Schulfunksendungen. Danach dürfen Werke, die innerhalb einer Schulfunksendung gesendet werden von Schülern auf Bild- oder Tonträger aufgenommen werden. In den allermeisten Fällen handelt es sich bei den (auch kommerziell genutzten) Filmen bereits nicht um eine Schulfunksendung.[2] Schulfunksendungen müssen nämlich als solche gekennzeichnet sein[3]. Daneben wäre auch nur die Schule, nicht jedoch der Lehrer (privat),  befugt, eine entsprechende Aufnahme herzustellen.[4]

Die Vorschrift des § 52 Abs. 1 UrhG, wonach die öffentliche Wiedergabe gestattet ist, wenn diese keinem Erwerbszweck dient, ist nicht anwendbar. Diese Norm bezieht sich nicht auf Filme. § 52 Abs. 3 UrhG regelt insoweit das Einwilligungserfordernis.
Auch die Ausnahmeregelung des § 52 a UrhG, wonach die öffentliche Zugänglichmachung im Unterricht unter bestimmten Voraussetzungen zulässig ist, greift regelmäßig nicht. Nach dieser Norm ist es nämlich lediglich zulässig, „kleine Teile eines Werkes" oder „Werke geringen Umfangs" im Unterricht zu nutzen. Ganze Filme dürfen unter Berufung auf diese Norm nicht vorgeführt werden. Im Übrigen ist in diesem Zusammenhang auch zu berücksichtigen, dass lediglich die Veranschaulichung im Unterricht zulässig ist, werden Filme etwa abends gezeigt, fehlt es zusätzlich am Unterrichtsbezug.

In diesem Zusammenhang ist auf die Regelung des § 52 a Abs. 2 S. 2 UrhG hinzuweisen, wonach Filmvorführungen vor Ablauf von zwei Jahren nach Beginn der üblichen regulären Auswertung in Filmtheatern ohnehin immer nur mit Einwilligung des Berechtigten zulässig sind.


Zusammenfassung

Zusammenfassend ist somit festzuhalten, dass Filmvorführungen, insbesondere dann, wenn es sich um vollständige Filmvorführungen handelt, im Unterricht immer nur zulässig sind, wenn hierfür eine spezielle Lizenz vorliegt. Eine solche kann zu speziellen Konditionen von darauf spezialisierten Anbietern erworben werden.

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[1] vgl. auch Haupt (2006), S. 73.

[2] vgl. Haupt (2006), S. 71.

[3] vgl. Dreier/Schulze 2008, Rn. 4 zu § 47 UrhG

[4] vgl. Haupt (2006), S. 71.



von Andreas Böhm
www.boehmanwaltskanzlei.de

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