Der Zerrissene

Posse mit Gesang in drei Akten von Johann Nestroy

Genre: Theater
Produktionsjahr: 2008
Studio, Verleih, Vertrieb: Edition Burgtheater
Regie: Georg Schmiedleitner

Laufzeit: 106 Minuten
Altersfreigabe: ohne Altersbeschränkung gemäß § 14 JuSchG
Sprachen: Deutsch

Lieferzeit (DVD): 5-6 Werktage

FSK 0

Filmbeschreibung

In Nestroys "Zerrissenem" geht es, wie beinahe in der gesamten Weltliteratur, um zwei zentrale Dinge: um Geld und Liebe. Beides Faktoren, die Glück bringen und die menschliche Suche danach sinnvoll abkürzen könnten. An beidem aber herrscht meist ein so notorischer Mangel, dass er die Menschen oft genug in Verzweiflung stürzt. Den Mangel an beidem hat Nestroy "verschoben", als Posse gestaltet: Die Titelfigur, Herr von Lips, hat eher zuviel Geld. Und bis er, der zu Anfang gesteht, dass er nicht weiß, was er will, zu der Erkenntnis kommt, dass es wohl die Liebe sein könnte, vergeht ein ganzer Theaterabend. Jene aber, die sich, keineswegs arm, um ihn scharen und auf den Erwerb von Geld ohne Arbeit hoffen - durch Erbschleichen und Heiraten etwa - verlieren am Ende alle Hoffnung und stehen als betrogene Betrüger da. Was so leichtfüßig daherzukommen scheint, erweist sich als Pandämonium der Begierden und Ich-Verluste, man stürzt von dieser Welt in jene, der Balkonsturz in den reißenden Fluss steht so für eine Weltlage, die nicht nur durch fehlende Schrauben aus den Angeln zu gehen droht. Wunsch- und Alpträume gehen ineinander über, und Nestroy verspottet die Bürger, die den Boden unter den Füßen zu verlieren drohen.

Erst am Ende ist der reiche Herr von Lips, der eine Fahrt von der Erde ins Fegefeuer hinter sich hat, durch die Liebe zu einem Landmädel bekehrt - vielleicht riecht dieser Schluss aber auch ein bisschen zu sehr nach Happy End, als dass er wirklich von dieser Welt sein könnte...

Die unpossierliche Posse "Der Zerrissene" stammt aus dem abgründigen Biedermeier. Das ist zeitlos wie des Dichters Sprachwitz. Lange aber sah man hier keinen so ungemütlichen, keinen so heutigen Nestroy. Die Hauptfigur: der reiche Herr von Lips. Lebensekel und Misanthropie machen ihn klarsichtig. Karlheinz Hackl gelingt die faszinierende Psychostudie eines Weltschmerzensmanns. Von inneren Furien gehetzt, flüchtet er in den Galgenhumor des verhinderten Selbstmörders.

DIE WELT

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